Für mehr Gesundheitsschutz in Berlin: Warum das Lachgas-Verbot ein wichtiger Schritt ist!
- Apr 6
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Ab diesem Sonntag gilt bundesweit ein neues Verkaufsverbot für Lachgas-Kartuschen. Für mich ist das ein wichtiger und längst überfälliger Schritt für mehr Gesundheitsschutz – insbesondere für Kinder und Jugendliche.
In den vergangenen Jahren hat sich Lachgas immer stärker zu einer vermeintlich harmlosen Partydroge entwickelt. Gerade junge Menschen kommen über Kioske, Automaten oder Online-Shops oft ohne große Hürden an die Kartuschen. Was viele dabei unterschätzen: Der Konsum von Lachgas kann erhebliche gesundheitliche Folgen haben – von neurologischen Schäden über Bewusstseinsstörungen bis hin zu langfristigen Nervenschäden.
Deshalb begrüße ich ausdrücklich, dass der Bund jetzt klare Grenzen setzt. Das neue Gesetz verbietet den Verkauf von Lachgas-Kartuschen mit einem Füllvolumen von mehr als acht Gramm – sowohl im stationären Handel als auch online oder über Automaten. Besonders wichtig ist dabei: Die Abgabe, der Erwerb und der Besitz von Lachgas durch Minderjährige werden vollständig untersagt.
Für uns als SPD ist klar: Gesundheitsschutz und Jugendschutz dürfen nicht erst dann anfangen, wenn bereits schwere Schäden entstanden sind. Politik muss früh handeln, Risiken ernst nehmen und junge Menschen schützen, bevor aus vermeintlichem Freizeitkonsum ernsthafte gesundheitliche Probleme werden.
Gleichzeitig wissen wir aber auch: Verbote allein reichen nicht aus.
Wer junge Menschen wirklich erreichen will, muss auf Aufklärung, Prävention und Unterstützung setzen. Kinder und Jugendliche brauchen verständliche Informationen über die Risiken des Lachgaskonsums – dort, wo sie unterwegs sind und Vertrauen haben: in Schulen, Jugendzentren, Sportvereinen oder auch in sozialen Medien.
Besonders wichtig ist mir außerdem, dass junge Menschen, die bereits konsumieren, nicht stigmatisiert werden. Sie brauchen niedrigschwellige Hilfs- und Beratungsangebote, die schnell erreichbar sind und ernst nehmen, was Jugendliche beschäftigt. Prävention bedeutet eben nicht nur Verbote, sondern auch zuhören, begleiten und unterstützen.
Als Gesundheitssenatorin sehe ich es als unsere Verantwortung, gesundheitliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und entschieden zu handeln. Gerade bei jungen Menschen dürfen wir nicht wegschauen, wenn sich riskante Konsumtrends verbreiten.
Das Lachgas-Verbot ist deshalb ein wichtiger Schritt – für mehr Schutz, mehr Aufklärung und mehr gesundheitliche Sicherheit in unserer Stadt.



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