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Berlin geht voran beim Hochschulbau

  • May 4
  • 2 min read

Wer regelmäßig an Berlins Hochschulen unterwegs ist, kennt die Situation leider nur zu gut: gesperrte Hörsäle, sanierungsbedürftige Seminarräume, Labore mit jahrelangem Modernisierungsbedarf oder Gebäude, die eigentlich längst hätten erneuert werden müssen. Ich erlebe in Gesprächen mit Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Hochschulleitungen immer wieder, wie sehr diese Zustände den Alltag belasten.


Für mich ist deshalb klar: Gute Wissenschaft braucht nicht nur kluge Köpfe und exzellente Forschungsideen – sie braucht auch funktionierende Gebäude, moderne Infrastruktur und verlässliche Rahmenbedingungen.


Genau deshalb hat der Berliner Senat jetzt einen wichtigen Schritt beschlossen: die Gründung einer Hochschulbaugesellschaft. Damit schaffen wir ein innovatives Instrument, um den Hochschulbau in Berlin endlich schneller, effizienter und strategischer zu organisieren.


Denn die Wahrheit ist auch: Der Sanierungsstau ist über Jahrzehnte entstanden. Viele Hochschulgebäude stammen aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Heute stehen wir vor einem geschätzten Sanierungsbedarf von rund acht Milliarden Euro. Gleichzeitig gibt es hunderte notwendige Bau- und Modernisierungsvorhaben.


Mir war wichtig, dass wir diese Herausforderung nicht länger verwalten, sondern endlich strukturiert angehen.


Mit der neuen Hochschulbaugesellschaft bündeln wir künftig Planung, Bau, Sanierung und Finanzierung stärker an einer Stelle. Das bedeutet konkret: schnellere Verfahren, klarere Verantwortlichkeiten und bessere Abstimmung zwischen den Hochschulen. Hörsäle und Labore sollen schneller modernisiert werden, neue Gebäude zügiger entstehen und vorhandene Flächen intelligenter genutzt werden.


Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, den Hochschulen Entscheidungen aus der Hand zu nehmen. Im Gegenteil: Forschung und Lehre müssen selbstverständlich Sache der Hochschulen bleiben. Aber wir müssen Strukturen schaffen, die sie im Alltag entlasten und dringend notwendige Investitionen überhaupt erst möglich machen.


Mir ist auch wichtig zu sagen: Ich verstehe die Sorgen und Diskussionen, die es rund um dieses Vorhaben gibt. Gerade Beschäftigte in technischen und baulichen Bereichen leisten seit Jahren unter schwierigen Bedingungen enorme Arbeit. Diese Expertise brauchen wir weiterhin. Deshalb wird der weitere Prozess nur gemeinsam mit den Hochschulen und ihren Beschäftigten erfolgreich sein können.


Aber eines ist für mich genauso klar: Nichts zu tun wäre die schlechteste Lösung. Jeder weitere Aufschub macht Sanierungen teurer, verschlechtert Studien- und Arbeitsbedingungen und gefährdet langfristig auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit unseres Wissenschaftsstandorts.


Berlin ist eine Wissenschaftsmetropole. Unsere Hochschulen gehören zu den wichtigsten Orten für Innovation, gesellschaftlichen Fortschritt und soziale Aufstiegschancen. Dafür brauchen sie Gebäude, die diesem Anspruch gerecht werden.


Mit der Hochschulbaugesellschaft schaffen wir die Grundlage dafür, den Investitionsstau endlich systematisch abzubauen und unsere Hochschulen fit für die Zukunft zu machen.


Berlin baut Zukunft – und ich bin überzeugt: Das müssen wir jetzt gemeinsam anpacken.

 
 
 

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